Wer unseren Newsletter abonniert hat, uns auf LinkedIn folgt oder schon auf dem Blog gestöbert hat, weiß, dass wir uns seit einiger Zeit mit den 3 KI beschäftigen: die künstliche, die kollektive und die künstlerische Intelligenz stecken dahinter. Für uns bildet dieses Dreieck eine Basis für die Unternehmen der Zukunft, die mit Lebendigkeit und Resilienz, aber nicht zuletzt auch Effizienz, den fortschreitenden Wandel meistern werden und durch gelingende Transformation zukunftsfähig werden und bleiben.
Inhaltsverzeichnis
Im Überblick noch einmal die drei K… Intelligenzen:
- Künstliche Intelligenz: Das digitale Werkzeug, das Routinen übernimmt und Daten entschlüsselt
- Kollektive Intelligenz: Die menschliche Kraft, die entsteht, wenn Köpfe, Herzen und Haltungen zusammenwirken
- Künstlerische Intelligenz: Die kreative Ader, die Inspiration und Innovation aus dem Unerwarteten schöpft
Ich spreche dich heute in diesem Beitrag persönlich an. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir im Anschluss auch ins Gespräch und den gemeinsamen Austausch kommen.
Was bedeutet Künstlerische Intelligenz?
Der Begriff „Künstlerische Intelligenz“ ist bisher in unserem Sprachgebrauch nicht geprägt und kommt auch in der Literatur nicht vor. Er entstand in der Folge meiner Forschungsarbeit mit Menschen in ihrem beruflichen Wirken.
Besonders plakativ wird die Wucht dieser Intelligenz, wenn wir uns menschgemachte Produkte in ihrer geschichtlichen Entwicklung anschauen. Also Dinge, die älter sind als Software, Blockchain, KI-Sprachmodelle und der Coffee to go.
Vor allem die Bereiche Architektur, Handwerk und Technik aus dem Zeitalter der Industrialisierung, die Produkte wie die Filmkamera, Glühbirne, das Telefon und viele andere hervorgebracht haben, demonstrieren den Einsatz künstlerischer Intelligenz. Jedes Produkt ist eben die Summe von Gedanken, die es geschafft haben, sich zu materialisieren. Das ist viel mehr als eine systematische, disziplinierte Arbeitsweise und klar definierte Prozesse.
Die drei Merkmale von Künstlerischer Intelligenz
Die drei Kernaspekte künstlerischer Intelligenz möchte ich hier kurz erläutern und sie dir im wahrsten Sinne des Wortes „ans Herz legen“. Allein über den Kopf, also den Intellekt, kann sie nicht wirksam werden:
Unerschöpfliche Inspirationsquelle
Woher kommen brillante Einfälle für die Produktentwicklung, das Zusammenarbeiten in Teams und bessere Prozesse? Der Mythos des plötzlichen „Geistesblitzes“ ist nicht widerlegt. Klar ist aber offensichtlich, dass er nicht herbeizubefehlen ist. Dem Künstler gleich befürchtet jeder, der einen sogenannten „kreativen Beruf“ innehat, dass dieser ausbleibt und ihm nichts mehr einfällt. Wenn wir Kreativität über „Problemlösungsfähigkeit“ definieren, ist nahezu jeder Beruf kreativ und somit näher an der Kunst im allgemeinverständlichen Sinne. Wie kann also der direkte Draht zur „Quelle der Inspirationen“ aufgebaut und erhalten werden? Sicher haben sich diese Frage viele von euch bereits gestellt. Auch Führungskräfte tun das aus unserer Erfahrung häufig, mit unterschiedlichen Ergebnissen.
Aber ganz ehrlich: Wie wäre es, wenn jede gut formulierte Problemstellung sofort mit vielen und hochwertigen Lösungsmöglichkeiten belohnt würde? Wäre dieser Zustand es wert, sich mit der These „Kunst und Business gehören zusammen“ einmal näher zu beschäftigen?
Meisterlichkeit in der Ausführung
Die bedingungslose Quantifizierung von Zielen und Arbeitsergebnissen hat den Anspruch auf Qualität in den meisten Branchen überholt. Viele, insbesondere digitale Geschäftsmodelle, können nur erfolgreich sein, wenn sie beliebig skalierbar sind. Im selben Zuge wich der Anspruch auf die persönliche Beziehung eines jeden Mitarbeiters zu Qualität und wurde mehr und mehr den Prozessen überlassen. Dies verdeutlicht auch der Blick auf Produkte aus der Zeit, wo zum Beispiel Ästhetik ein selbstverständlicher „Nebeneffekt“ ihrer Entwicklung und Herstellung war. By the way: Brauchen wir Menschen Ästhetik überhaupt? Für die Kunst unabdingbar, im Business überflüssiger Schnickschnack?
„Art in Business“ führt aus meiner Überzeugung und meinem Erleben, insbesondere in innovationsrelevanten Projekten, zu qualitativ deutlich besseren Ergebnissen, ohne die Quantität zu vernachlässigen. Es ist eher ein sequenzieller Prozess: Zuerst der Fokus auf die meisterliche Ausführung und die Qualität und dann die Skalierung. Manchmal bedarf die Umsetzung des letztgenannten eine neue, qualitativ bessere Fragestellung an die unerschöpfliche Inspirationsquelle…
Nachhaltig „beseelte“ Ergebnisse
Bei der Bewertung von Arbeitsergebnissen habe ich in meine Arbeit eine aus meiner Sicht extrem relevante Frage eingezogen: Wieviel Geist, außerhalb des reinen Intellektes, steckt darin?
Vielleicht hast du dir die Frage noch nie gestellt. Und doch bin ich sicher, dass sie unterschwellig präsent ist.
Durch Qualifizierungen, Zertifikate, Benchmarks und Qualitätsmanagement sind unternehmerische Ergebnisse intellektuell nahezu perfekt. Begriffe wie Leidenschaft, Hingabe, Liebe und Demut erscheinen in diesem Kontext im besten Fall überflüssig. Der Kunst gestehen wir jedoch ein, dass kein Meisterwerk ohne sie entstehen könnte. Irgendwie schräg, oder?
Andererseits würde wahrscheinlich niemand bestreiten, dass ein meisterliches Ergebnis Menschen mehr und nachhaltiger begeistern würde. Wie sieht zum Beispiel „beseelte“ Führung aus? Also Führung, die begeistert? Nach meinem Erleben ganz einfach: weniger destruktive Konflikte, mehr Teamzusammenhalt, Respekt und Loyalität, stärkere Identifikation mit den Werten des Teams und messbar mehr Spaß an den Ergebnissen. Ganz zu schweigen von der Wirkung nach außen. Kunden, Partner und Lieferanten spüren, wenn Arbeitsergebnisse, Produkte und Dienstleistungen nicht ausschließlich intellektuell getrieben sind, sondern eine „Seele“ haben.
Ganz selbstverständlich entsteht dabei ein Kompass für Ethik und Moral. Auch mehr davon würde Unternehmen und Wirtschaft, gerade heute, beflügeln.
Fazit: Was ist mit der künstlerischen Intelligenz passiert?
… und was können wir tun, um Kunst und Business zu vereinbaren?

Besonders in den letzten zehn Jahren unseres leidenschaftlichen Engagements in der Fach- und Führungskräfteentwicklung nehmen wir eine Verdrängung künstlerischer Intelligenz in der Wirtschaft wahr.
Die Resultate sind tendenziell reaktive Entwicklungen, die aktuelle gesellschaftliche, technologische oder gar politische Phänomene im Sinne von Ursache und Wirkung zu einem Markt erklären. Dabei entstehen unter anderem Geschäftsmodelle und Produkte, deren gesellschaftlicher Nutzen stark hinterfragt werden kann und ethische Grundsätze geringschätzt.
Apell
Ich lade dich ein, Kunst als ein starkes Element in der Wirtschaft zu betrachten und es aus der reinen Unterhaltungsecke zu befreien. Erlebe mit uns, was Kunst im Business vermag. Sie ist seit Jahren Bestandteil unserer Projekte, ob Schnellzeichner bei der Ideenentwicklung, Graphic Recording oder Meisterwerke auf der Violine, interpretiert durch Miha Pogačnik, dem Kulturbotschafter Sloweniens.
Künstlerische Intelligenz im praktischen Einsatz:
Gemeinsam mit Miha durfte ich auf mehreren Veranstaltungen und Workshops 300 Mitarbeiter und Führungskräfte eines großen deutschen Messeveranstalters mit der Kraft künstlerischen Wirkens und der Inspiration durch Musik, Dichtung und Malerei zu einer neuen Qualität in der Kommunikation der Unternehmensstrategie verhelfen.
Auf beiden Bildern unten: Graphic Recording für die Dokumentation in Workshops und die Live-Visualisierung von Ideen und Konzepten.


Herzliche Eindladung zum Austausch
Ich lade dich herzlich dazu ein, gemeinsam mit mir ins Gespräch darüber zu kommen. Schreib mit gern eine E-Mail an die3ki@baltic-competence-center.de oder eine Nachricht hier bei LinkedIn.
Bildquellen: Eigene Aufnahmen
